EcoTune

Gutes Licht muss viele Anforderungen erfüllen: die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern und Anwohnern unterstützen, unterschiedliche Nutzungssituationen berücksichtigen und Stadtplanern Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte Beleuchtung bieten. Eine statische Beleuchtung kann diesen Anforderungen nicht immer gerecht werden. Adaptive Systeme, mit denen die Beleuchtung flexibel an sich verändernde Situationen angepasst werden kann, bieten hingegen viele zukunftsweisende Lösungsansätze.

Änderung der Lichtfarbe

Mensch und Natur sollen durch künstliches Licht nicht mehr als unbedingt erforderlich beeinträchtigt werden. Dies gelingt mit der Hilfe von farbveränderlichem, gesteuertem Licht. So kann die jeweils richtige Lichtmenge und Lichtfarbe bereitgestellt werden. Wenn die Nacht ruhiger wird, werden wärmere Lichtfarben wie Amber verwendet („Insektenmodus“). Der äußerst geringe Blauanteil kann dabei die Anziehung bestimmter Insekten verringern und die Streuung des Lichts in den Nachthimmel reduzieren.

Zu diesem Zweck werden zwei unterschiedliche Lichtfarben in einer Leuchte kombiniert, zum Beispiel Neutralweiß mit 4.000 K und eine wärmere Lichtfarbe mit 2.200 K. Durch die Änderung des Mischungsverhältnisses der beiden Lichtfarben kann das abgegebene Licht in den ruhigeren Abend- und Nachstunden zu einem wärmeren, angenehmeren Licht verändert werden. In den Morgenstunden hingegen wird der Anteil der neutralweißen Lichtfarbe wieder erhöht, was zu einem helleren und kontrastreicheren Licht führt, um wiederum den höheren Sicherheitsanforderungen des zunehmenden Verkehrs gerecht zu werden. Das Multi-Layer Prinzip, bei dem jede einzelne LED die gesamte Fläche beleuchtet, garantiert dabei, dass – unabhängig von der jeweiligen Lichtfarbenkombination – stets eine gleichmäßige Ausleuchtung erfolgt.

In Verbindung mit Bewegungssensoren kann das Licht zusätzlich gesteuert werden. In Zeiten, in denen die Beleuchtung leistungsreduziert oder gedimmt ist, bewirkt die Anwesenheit von Personen oder Fahrzeugen das Hochfahren (und anschließend wieder Reduzieren) des Lichtstroms, um dem Sicherheitsbedürfnis gerecht zu werden.

 

EcoTune Änderung Lichtfarbe

Vorteile

  • Autarkes Anpassen der Lichtfarbe und des Lichtstroms
  • Neutralweißes Licht am frühen Abend und Morgen unterstützen ein gutes Kontrastsehen und kann die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer erhöhen
  • Warmes und gedimmtes Licht in den tiefen Nachtstunden kann den Schlaf der Anwohner unterstützen, ist dank äußert geringem Blauanteil besonders insektenfreundlich und verringert die Lichtemission in den Nachthimmel
  • Sanfter Übergang zwischen den Farbtemperaturen
  • Multi-Layer Prinzip garantiert eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Fläche in der jeweiligen Lichtfarbenkombination
  • Lichtfarben können kundenspezifisch kombiniert werden
  • Beleuchtungsstärke und Dimmprofil können kundenspezifisch programmiert werden

EcoTune Vorteile

Farbkombinationen

Standardausführung STREET (Farbtemperatur 4.000 – 2.200 Kelvin)

Autarke Leistungsreduzierung (LA)
3 Dimm-Level

bis 20:00 Uhr                100%   4.000 K
20:00-22:00 Uhr              70%   3.000 K
22:00-04:00 Uhr              50%   2.200 K
04:00-06:00 Uhr              70%   3.000 K
Ab 06:00 Uhr                100%   4.000 K

Dimmrampe 180 Sekunden

 

Ausführung INDUSTRY (Farbtemperatur 6.500 – 3.000 Kelvin)
Verkehrsflächen in Industriegebieten werden in kontrastreichem Kaltweiß beleuchtet und in den Nachtstunden auf Warmweiß umgeschaltet.
Ausführung ENVIRONMENT (Farbtemperatur 3.000 – 1.800 Kelvin)
Parks, Uferpromenaden und naturnahe Bereiche können mit Beginn der Dämmerung beispielsweise mit 3.000 K beleuchtet und in den späteren Abend- und Nachtstunden auf eine wärmere Lichtfarbe wie Amber umgestellt werden.
Ausführung CUSTOM

Kombination von 2 beliebigen Lichtfarben nach Kundenwunsch

Optionen

  • Steuerung über Bewegungsmelder
  • Steuerung über RFL oder LIMAS Air SYNC Lichtmanagementsystem
  • Beispiel: Radweg im Außenbereich Grundbeleuchtung 20% in 1.800 bzw. 2.200 Kelvin, bei Bewegungserkennung hochdimmen auf 100% und 3.000 bzw. 4.000 Kelvin, mitlaufendes Licht (Light on Demand)

ÄNDERUNG DER LICHTVERTEILUNG

Schlechtes Wetter, wie zum Beispiel Regen, Nebel oder Schnee, kann für Verkehrsteilnehmer zum Problem werden. Neben der Beeinträchtigung der Sicht und damit der Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer kann es, insbesondere durch nasse Straßen, zu einer signifikanten Blendung kommen. 
Die Lichtverteilung an sich ändernde Wetterbedingungen anzupassen, also Leuchten mit zwei verschiedenen Optiken zu Verwenden, kann eine Lösung sein. Eine breitstrahlende Lichtverteilung bei trockener Straße und eine engstrahlende Lichtverteilung bei nasser Straße können zu einer Reduzierung der Blendung und damit zu einer Erhöhung der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer beitragen.
Ob eine solche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, kann nur im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs erörtert werden. Die normativen Anforderungen für trockene wie auch für nasse Fahrbahnen werden aber bereits sowohl von unserer AB-Optik als auch der blendarmen ABL-Optik erfüllt.
 

EcoTune Lichtverteilung

Verfügbare Leuchten-Baureihen

Hinweis zu älteren Inhalten
Die Inhalte dieser Website wurden teilweise vor Inkrafttreten der EmpCo-Richtlinie 2024/825 erstellt.
Eine vollständige Konformität mit den seit dem 27.09.2026 geltenden gesetzlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen kann daher nicht gewährleistet werden. Die Darstellung einzelner Inhalte in Wort und Bild entspricht möglicherweise noch nicht den aktuellen gesetzlichen Anforderungen.